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Baumsterben auf Mallorca: Rund 700 Kiefern am Castell de Bellver müssen weg

Mehrere Borkenkäfer fressen sich durch das Holz eines Nadelbaumes. (Foto: Harald Kloth, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons)

Das Gartenbauamt Mallorcas hat nun damit begonnen, Kiefern am Castell de Bellver zu fällen. Insgesamt müssen gut 700 Stück entfernt werden. Eine Art des Borkenkäfers macht sich dort breit.

Die Anwohner hatten die Befürchtung, die Bäume würden zugunsten eines neuen Abenteuer-Spielplatzes gefällt. Dieser soll ganz in der Nähe des Naherholungsgebietes gebaut werden. Dem ist allerdings nicht so. Die Kiefern wurden wegen des Befalls mit einer Art des Borkenkäfers gefällt. Dieser schwächt die Bäume immer mehr, bis diese letztendlich absterben. Damit stellen diese Bäume nicht nur ein Sicherheitsrisiko dar. Der Befall mit dem Schädling könnte sich auch weiter ausbreiten.

Wiederverwendung der Bäume

Die gefällten Kiefern sollen nicht einfach verbrannt oder entsorgt werden. Die Stämme werden unter anderem genutzt, um den Boden an Hängen zu stabilisieren. Auch kann ein Teil der Biomasse der Natur zurückgegeben werden. Dafür werden einige Stämme geschreddert und anschließend in den Boden der Umgebung eingearbeitet.

Kein örtliches Problem

Auch in Deutschland ist der Borkenkäfer ein Problem für die Ökosysteme. Von den tausenden Arten weltweit kommen mehr als 100 in deutschen Wäldern vor. Im Jahr 2020 haben die Schädlinge Holz in der Größenordnung von mehr als 70 Millionen Festmetern zerstört. Die Folgen sind auch für das Klima nicht unerheblich.


Written by Nico Reuscher

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