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Tigermücken-Saison beginnt: Behörden auf Mallorca warnen

Die Tigermücke hat ihren Namen aufgrund der Zeichnung ihrer Chitin-Haut. (Foto: James Gathany, Public domain, via Wikimedia Commons)

Das Dengue- und Chikungunya-Fieber sowie das Zika-Virus sind die Krankheiten, die am häufigsten von der Asiatischen Tigermücke übertragen werden. Die mallorquinischen Behörden warnen die Bevölkerung vor der derzeit steigenden Gefahr.

Anlässlich des 1. Novembers (Allerheiligen) besuchen viele Mallorquiner die Friedhöfe und gedenken ihren Verstorbenen. Der Feiertag fällt mit der Jahreszeit zusammen, in der sich die Tigermücke auf Mallorca besonders wohl fühlt. Da sich die Tiere im Wasser vermehren, wurde die Bevölkerung nun aufgerufen, keine Vasen oder ähnliche Behälter mit Wasser an den Gräbern abzustellen. Die Wasserstellen werden von der Tigermücke genutzt, um Eier abzulegen.

Eingeschleppter Parasit

Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) kam ursprünglich aus Indien und dem ost-asiatischen Raum. Mittlerweile fühlt sich sich aber auch in vielen Regionen des Mittelmeeres wie zuhause. In Spanien datiert man die erste Sichtung ungefähr auf die Jahrtausendwende. Auf den Balearen geht man davon aus, dass sie sich hier seit 2012 verbreitet. Das Tier hat das typische Erscheinungsbild einer heimischen Mücke, ist aber in der Lage, gefährliche Erreger zu übertragen. Darunter das Dengue-Fieber, das Zika-Virus und das Chikungunya-Fieber.

Mücken durch den Menschen eingeschleppt

Die Tiere sind selbstverständlich nicht selber von Asien nach Europa geflogen. Die florierende Logistik ermöglicht es aber, dass befruchtete Eier der Tigermücke immer wieder aus ihrer Heimatregion in andere Länder eingeschleppt werden. Meistens passiert dies auf dem Seeweg.


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